Traditionell finden sich auf den Innenseiten der Buchdeckel der Perry Rhodan-Silberausgaben,
Risszeichnungen von Fahrzeugen und Raumschiffen, die im Ablauf der Story eine tragende Rolle spielen.
Das Tonstudio Eins-A-Medien hat sich entschlossen, seinen Vorzugsausgaben der vertonten Silberbände,
Modelle nach diesen Risszeichnungen beizugeben.
Am Beispiel der Topsider-Kampfraumschiffe soll nun gezeigt werden, wie die Entstehung eines solchen Zinnmodells von Statten geht.
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Auf Grund der Form mit der stark zugespitzten Front, sowie dem detailreich ausgeführten Heck, war schnell klar, daß das Modell 2-teilig ausgeführt werden mußte. Die Teilung erfolgte zwischen dem Hauptrumpf und unmittelbar vor dem Triebwerksteil. Der Rumpf selbst ist stark an die Form eines konventionellen Schiffes angelehnt, daher wurde die Grundform als Spantengerüst ausgeführt. Der erste Entwurf nach der Risszeichnung auf dem Innenband der Silberausgabe Nr. 2 |
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Nach der Konstruktion der Spantenform, wurde das Gerüst mit Epoxy-Putty aufgefüllt und nach dem Aushärten verschliffen. Die Oberflächenstrukturen wurden nach den Zeichnungen eingefäst und mit Zahnmedizinischen Werkzeugen nachbearbeitet. Da die Massendivergenz zwischen dem Rumpf und der Leitwerksflosse zu groß war, mußte auch diese separat ausgeführt werden, da sonst zu große Spannungen beim Abkühlen aufgetreten wären, die zum Bruch führen können. Das Mastermodell des Rumpfes ohne Triebwerksektion. Sehr deutlich sieht man den Spantenaufbau des Grundgerüstes. |
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Besonderes Augenmerk wurde auf die Oberflächenqualität gelegt, da das Zinn nach dem Guss jeden noch so kleinen Fehler deutlich sichtbar macht. Unebenheiten, die beim Modellieren noch nicht ausgeglichen werden konnten, wurden im Nachhinein durch einen Feinschliff beseitigt. Die Triebwerksektion in der Draufsicht |
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Generell wurde eine Mischbauweise angewandt, d.h. es kamen verschiedene Materialien zum Einsatz. Wie bereits erwähnt, besteht der Rumpf aus Kunststoffplatten die mit Epoxy-Putty aufgefüllt wurden. Außerdem wurden wie auf dem Bild sichtbar, die Triebwerke aus Aluminiumrohren verschiedener Durchmesser gefertigt. Diese wurden abgelängt und ineinander geschoben und anschließend mit der Triebwerksektion verklebt. Das Treibwerk von unten |
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Um eine zügige Arbeitsweise bei der Endmontage zu ermöglichn, mußte beim Ausarbeiten der Einzelteile besonders großer Wert auf die Paßgenauigkeit gelegt werden. So konnten die Einzelteile sowohl wirtschaftlich gegossen als auch später zusammengebaut werden. Hier ist sehr schön der übergangsbereich mit der späteren Verbindungsstelle zu erkennen. |
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Ein wichtiger Faktor für den Wiedererkennungswert sind die Details. Auch hier wurde besonders darauf geachtet, alle Einzelheiten der Illustration möglichst originalgetreu wiederzugeben. In einigen Bereichen mußte grundsätzlich ein Mittelweg beschritten werden, da z.B. die Kanonen nicht mitgegossen werden konnten, ohne beim Ausformen abzubrechen. Eine Studie der Cockpitsektion mit der "Antenne" an der Spitze des Raumschiffes. |
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Bei der Wahl der Basis waren zwei Aspekte zu berücksichtigen. Zum Einen war es wichtig, daß genug Gewicht vorhanden war, um dem Modell einen sicheren Stand zu geben, zum Anderen sollte auch hier eine Analogie zur Illustration aus dem Buchdeckel geschaffen werden. Die Wahl fiel auf eine mit Kratern übersäte Mondoberfläche, wie sie auf der Abbildung im Hintergrund des ausbootenden Kampfraumers zu sehen ist. Das notwendige Gewicht konnte allein auf Grund der Wandstärke der Basis erzielt werden. Der "Mond" mit seinen Jahrmillionen alten Kratern. |
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Die Nachbearbeitung |
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Vor dem Patinieren und der Montage, durchlaufen alle Modelle eine sorgfältige Kontrolle, um auszuschließen, daß fehlerhafte Teile an den Kunden ausgeliefert werden. Danach werden die einzelnen Teile entgratet und versäubert, bevor sie mit einer speziellen Säure patiniert werden. Vor der Montage werden die Teile der Kampfraumschiffe mit einer feinen Messingbürste poliert. Das Topsider-Imperium rüstet zum Alles entscheidenden Schlag! |
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Das Patinieren ist ein chemischer Vorgang, bei dem eine Säure auf die Oberfläche der Modelle aufgetragen wird. Diese reagiert mit den Molekularbestandteilen des Zinns. Hierbei findet ein Oxidationsvorgang statt, wodurch sich das Zinn mattschwarz verfärbt. Um den gewünschten Effekt zu erzielen, müssen die Modelle im Anschluß noch poliert werden. Die fertig montierten Rümpfe vor dem Polieren. deutlich sieht man die rostähnlichen Spuren der Patina in den Vertiefungen. |
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Um die Wirkung der Darstellung zu optimieren, wurden die Modelle versuchsweise in verschiedenen Posen auf den Sockeln montiert. In Rücksprache mit dem Kunden, sowie dem Lizenzgeber wurde eine sehr dynamische Stellung gewählt, die das Raumschiff in einer steigenden Kurvenlage zeigt (Siehe Abbildung links). Die vormontierten Modelle vor dem Versand an Lizenz.- und Auftraggeber zur Freigabe |
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Das fertige Modell auf seinem Displayständer |
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Das Cockpit nochmals aus der Nähe. Sehr schön ist hier die Oberflächenqualität zu erkennen. |
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Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit diesem Artikel unsere Arbeit ein wenig näher bringen und freuen uns auf zukünftige Projekte ebenso wie Sie, die Perry-Fans. |
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